Krebse, Krabben und Seespinnen
im SEA LIFE Aquarium

Artenreich und vielfältig

Wer an der Nordsee war, hat bestimmt Bekanntschaft mit einigen Krebsen gemacht. Die Krustentiere sind so artenreich, dass man sie überall auf der Welt finden kann. Aber warum nennt man sie eigentlich Krustentiere? Den Namen tragen sie wegen ihres aus Chitin bestehenden Panzers.

Weltweit gibt es über 60.000 verschiedene Krebsarten. Dazu zählen sowohl die kleinen Einsiedlerkrebse, die niedlichen Putzergarnelen, als auch die Japanischen Seespinnen, die aufgrund ihres Aussehens beängstigend wirken.

Wusstest du, dass Krebse nahe Verwandte der Insekten sind? Sie leben, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im Wasser. Die meisten Arten davon im Meer. Man kann sagen, dass die Krebstiere dort dieselbe Rolle spielen wie die Insekten auf dem Land. Für das Funktionieren des Ökosystems äusserst wichtig.

Gemeinsam ist den Insekten und den Krebstieren der Körperbau. Sie besitzen ein Aussenskelett und bestehen aus Segmenten, die vorn durch ein Kopfsegment und hinten durch ein Endsegment begrenzt sind. Gemeinsam haben sie auch ihre gelenkigen Beine. Unterscheiden tun sie sich in mehreren Hinsichten. Sie haben Fühlerpaare, zumeist gestielte Komplexaugen, Kiemen und eine aus Chitin bestehende Aussenhaut. Um wachsen zu können, müssen sich Krebstiere häuten.  

Viele Krebstiere leben versteckt, da sie sich vor Feinden schützen müssen. Nur wenige Krebsarten wie z. B. die Hummer, deren Grösse sie vor Angriffen schützt, können sich zeigen. Doch selbst diese sind gewöhnlich vorsichtig. Sie ziehen sich am Tag zurück und werden bei Nacht aktiv. Krebstiere verfolgen vielerlei Ernährungsstrategien. Die meisten grossen Arten fangen ihre Beute und töten sie durch Betäuben, Zerquetschen oder Zerreissen. Viele Arten sind Nahrungsfiltrierer. Sie erzeugen mit ihren Vorderbeinen einen Strudel und filtern Nahrungsteilchen aus dem Wasser. Die Nahrung der verschiedenartigen Krebstiere ist sehr vielfältig. Sie umfasst all jenes, was sich den Krebsen gerade anbietet: Es können Muscheln, Würmer, kleine Fische, kleinere Krebse, Planktonablagerungen, Kopffüssler, Seeigel, Seesterne, Algen, aber auch irgendwelche Abfallprodukte wie Aas, vermoderte Pflanzen- oder Tierreste sein. 

Riesenseespinne

Japanische Seespinnen sind zwar bei weitem nicht so schön, aber die grösste Krebsart der Welt erreicht eine Beinspannweite von knapp vier Metern. Sie werden auch Riesenkrabben genannt - mit ihren zehn Beinen ein Albtraum für jeden Spinnenphobiker.

Obwohl sie beängstigend gross aussehen können, handelt es sich eigentlich um sanfte Tiere. In ihrem natürlichen Lebensraum ernährt sich die Japanische Riesenkrabbe von Schalen- und Weichtieren sowie Aas und können ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen!

  • Sie haben 10 Beine und gehören dadurch zu den Zehnfusskrebsen.
  • Die Japanischen Riesenkrabben sind die grössten Gliederfüsser der Welt in Bezug auf die Bein-Spannweite von bis zu 4 Metern und sie erreichen ein Gewicht von bis zu 19 kg.
  • Die Männchen haben bei den Japanischen Riesenkrabben die längsten Scheren!

Tasmanische Riesenkrabbe

Die Tasmanische Riesenkrabbe lebt in den Küstengebieten Südaustraliens. Dieses Tier wird seit 1992 aktiv gefischt für den kommerziellen Gebrauch. Es hält sich in Tiefen von bis zu 270m auf.

Stark wie Arnold Schwarzenegger, gross wie Wladimir Klitschko und gerüstet wie ein mächtiger Ritter. Mit einer Panzerbreite von 30 Zentimetern, einem Gewicht von knapp drei Kilogramm und Scheren, mit denen er sein Futter mit einem Schlag töten kann, ist die Tasmanische Riesenkrabbe beeindruckend, kraftvoll und respekteinflössend.

  • Wenn die weiblichen Tasmanischen Riesenkrabben Eier produzieren, können sie ihre Panzerfarbe ändern.
  • Wie wir Menschen, können sie durchschnittlich bis zu 80 Jahre alt werden.
  • Tasmanische Riesenkrabben können bis zu 2 Mio. Eier pro Jahr legen.

Der Amerikanische Hummer

Der Amerikanische Hummer lebt, wie sein Name bereits verrät, an der nordamerikanischen Atlantikküste. Allerdings heisst das nicht, dass er nur da vorkommt. Seit einigen Jahren findet man ihn auch an norwegischen, schwedischen und sogar dänischen Küsten. 

 

Das Beeindruckendste an Hummern sind die unglaublich starken Scheren. Ist dir aber aufgefallen, dass seine Scheren unterschiedlich gross sind? Die grosse Schere benutzt der Hummer wie ein Ritter sein Schutzschild bei der Verteidigung. Die kleine Schere kommt bei der Mahlzeit ins Spiel. Vielmehr verwendet er beide Scheren als Besteck. Während er mit der Grossen die Beute hält, zerkleinert er diese mit der Kleinen in mundgerechte Stückchen. Da er gerne am Boden lebende Tiere wie Muscheln und Würmer frisst, hält er sich primär im felsigen Untergrund in Spalten und Löchern auf. Fun Fact: die meisten Hummer sind Linkshänder.

 

Warum ist der Hummer eigentlich nicht rot? Das denken sich viele, wenn sie unsere Hummer sehen. In der Natur gibt es verschiedenfarbige Hummer. Ob nun blau, braun oder grün. Rot werden sie erst, wenn sie mit kochendem Wasser in Verbindung kommen.

 

 

 

Der amerikanische Hummer

Der Amerikanische Hummer lebt, seinem Namen entsprechend, an der nordamerikanischen Atlantikküste. Seit einigen Jahren ist er auch an norwegischen, schwedischen und dänischen Küsten zu finden.

Hummer halten sich am Liebsten in Spalten und Löchern in felsigen Untergrund auf. Sie haben große Scheren, die unglaublich stark sind – die Scheren sind allerdings unterschiedlich groß! Die größere Schere dient der Verteidigung des Tieres, mit der kleineren zerteilt er seine Beute und führt die Stücke zum Mund. Der Amerikanische Hummer frisst gerne am Boden lebende Tiere wie Muscheln und Würmer oder Aas.

  • Die verschiedenen Hummerarten sind normalerweise grün, braun oder blau. Rot werden sie hingegen erst beim Kochen.
  • Hummer-Scheren sind wie Gabel und Messer! Eine wird dazu genutzt, das Fressen zu halten, während die andere Stücke herausreißt oder –schneidet.
  • Die meisten Hummer sind Linkshänder.

Die gemeine Strandkrabbe

Atlantic Rock crab

Einsiedlerkrebs

Diese Tierchen haben einen unbepanzerten, aufgewundenen Schwanz. Um ihren weichen Hinterleib zu schützen, verstecken sie sich in leeren Schneckenhäusern.

Pfeilschwanzkrebs

Diese Tierart ist wohl eine der Ältesten. Etwa eine halbe Milliarde Jahre alt sollen sie sein. Sie sehen zwar aus wie Krebse, sind aber in Wirklichkeit viel enger mit den Spinnen verwandt. An flachen Sandküsten tropischer Meere sind sie meist anzutreffen.

Kapverdische Languste

Diese wunderschönen Tierchen leben in steilen Felsabhängen, in etwa 50 bis 300 m Tiefe im östlichen Atlantik. Dem Namen nach, sind sie von den Kapverden bekannt. Der Körper der 40 bis 50 cm grossen Tierchen sind oft bedornt. Die Anordnung und Zahl der Dornen ist für die Unterscheidung der Gattungen und Arten von grosser Bedeutung.

Putzergarnele

Du hast die einmalige Chance, unsere niedlichen Putzergarnelen im Berührungsbecken anzufassen und zu erfahren, wie sie sich auf der Haut anfühlen.