Blauhai-Tagging

Unterstützt vom SEA LIFE München

STECKBRIEF: Blauhai

Der Blauhai (Prionace glauca) ist die am häufigsten vorkommende Hochseehaiart. Ihren Namen verdankt er seinem speziellen Aussehen.

 

Aussehen und Lebensraum

Typisch für den Blauhai ist sein dunkelblau schimmernder Rücken. Auch die Oberseite seiner Flossen haben die gleiche Farbe. Wie auch bei anderen Haiarten ist sein Bauch und die Flossenunterseite weiß. Was den Blauhai unverwechselbar macht, ist seine relativ lange Schnauze die zur Spitze hin nach oben gebogen ist. Seine sehr grossen Augen stellen einen weiteren Alleinstellungsmerkmal dar. Wie bei anderen Haiarten, sind diese beim Blauhai mit einer Nickhaut geschützt.
Mit einer Körperlänge von bis zu 3,40 Metern, kann er problemlos in Tiefen von bis zu 350 Metern tauchen. Am liebsten hält sich der Blauhai in küstenfernen oder ozeanischen Gewässern fern des Küstenschelfs auf.

Er kommt praktisch in allen tropischen bis gemässigten Meeresgebieten vor. Somit ist er vermutlich eine der am weitesten verbreitete Art aller Knorpelfische.

Was fressen Blauhaie und welche Feinde haben sie?

Auf der Speisekarte der Blauhaie stehen viele Gerichte. Sie fressen alles, was sie erbeuten können. Vorwiegend sind es Schwarmfische wie Heringe, Makrelen, Sardinen aber auch Thunfische. Auch Köpffüßer oder andere kleinere Haiarten werden gejagt. Ein grosses Problem stellt die Vermüllung der Meere dar. Der unverdauliche Müll wird teilweise von den Blauhaien gefressen, was für die Gesundheit der Tiere nicht förderlich ist.

Zu den Feinden gehören Menschen, die gezielt Blauhaie fischen. Aber auch größere Haie, wie der weisse Hai, können dem Blauhai zum Verhängnis werden.

Blauhai-Tagging

Ziel des Taggings ist es, Wanderrouten und Verhalten des Blauhais festzustellen. Die verschiedenen Tags werden dabei mit einer Harpune an bzw. in der Nähe der Rückenflosse angebracht. Die Haut an dieser Stelle ist dick, so dass sie keine Schmerzen spüren. Bevor das passiert, müssen sie erst gefangen werden. Ist ein Blauhai gefangen, geht das Taggen schnell, damit das Tier nicht verletzt wird. Anschließend wird er wieder zurück ins Wasser gelassen. Generell lassen sich zwei Tags unterscheiden, die SPOT- und PAT-Tags.

 

Das SEA LIFE München unterstützt Forscher beim Taggen. Vor Ort kann man auf dem Monitor die Wanderroute verschiedener Blauhaie sehen.

Die Tags

SPOT-Tag


Smart position or temperature transmitting tags erfassen Daten zum genauen Standort des Tieres, der Wassertemperatur und besuchte Wassertiefen. Die Tags senden ihre aufgenommenen Daten beinahe in Echtzeit. Der Sender wird an der Rückenflosse der Blauhaie befestigt. Wichtig dafür ist, dass die Antenne immer mal wieder über die Wasseroberfläche hinausragt, denn nur dann ist eine erfolgreiche Datenübertragung zum Satelliten möglich.

PAT-Tag


Im Gegensatz zu SPOT-Tags werden PAT-Tags (pop-up archival tag) in der Muskulatur nahe der Rückenflosse des Blauhais verankert. Sie werden vor allem bei Tieren eingesetzt, die kaum an die Wasseroberfläche kommen. Der Sender sammelt Daten über einen vorgegebenen Zeitraum, löst sich dann vom Tier ab, taucht auf und sendet schliesslich alle gesammelten Daten zum Satelliten. Erfasst werden etwa Daten zur besuchten Wassertiefe, Umgebungstemperatur oder die dortigen Lichtverhältnisse.

Sea Life

UMWELTSCHUTZ MIT SEA LIFE

Uns bei SEA LIFE, liegen die Meere der Welt zutiefst am Herzen, die Tiere, die an und unter ihren Oberflächen Zuhause sind, und die Lebewesen, die wir in unserer Obhut haben. Unserem Leitwort ""ERHALTEN, RETTEN, SCHÜTZEN"" treu, haben wir Zuchtprogramme etabliert, die uns helfen, Tierarten besser zu verstehen, von Schwarzspitzenriffhaien, die wir in Oberhausen erfolgreich züchten, bis hin zu Königspinguinen, die in Melbourne zur Welt kommen. Wir pflegen kranke und verletzte Tiere gesund und entlassen jene, die stark genug sind, wieder in die Wildnis. Dazu gehören auch die beeindruckenden Glattschweinswale, um die sich unser Rettungs- und Pflegezentrum im SEA LIFE Busan in Südkorea kümmert.

 

Unsere Stiftung ""SEA LIFE Trust"" wurde 2013 gegründet, um Projekte und Kampagnen zu unterstützen, die einen spürbaren Beitrag zum Schutz des maritimen Lebensraums und seiner Tierwelt leisten. Hier erfährst du mehr über die Arbeit der Stiftung.

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