Regionale Projekte
im SEA LIFE Königswinter

Lokales Nachzuchtprojekt

Rochen

Der Marmorrochen ist ein bodenlebender Fisch, der im Schelfbereich bis in Tiefen von 200 Metern und auf Sand-und Schlickböden anzutreffen ist. Er ernährt sich vorwiegend von wirbellosen Tieren wie Krebstieren, Weichtieren und Stachelhäutern. Er erreicht eine Körperlänge von maximal einem Meter und hat einen für Rochen typischen abgeflachten Körper. Auf der Oberseite befinden sich zudem Höcker, die auf der Rückenlinie in einer Reihe angeordnet sind.

 

Aufgrund des hohen Fischereidrucks wird der Marmorrochen als gefährdet angesehen. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders, dass wir im April diesen Jahres Erfolg mit unserer Marrmorrochennachzucht hatten und sechs gesunde Jungs und 10 gesunde Mädels begrüssen durften. Ein Teil von Ihnen wird zukünftig in den Standorten Timmendorf und Berlin wohnen, die anderen bleiben in Königswinter und dürfen schon bald ins "Rochenkindergarten"-Becken umziehen.

Marmorrochen

Adlerrochen

Seit Anfang 2014 bevölkern die Adlerrochen das Ozeanbecken im SEA LIFE Königswinter und sind bereits jetzt die Lieblinge der Besucher. Ihr Schwanz ist peitschenartig verlängert und doppelt so lang wie der Körper. Auf der Schwanzoberseite befindet sich eine kleine Fettflosse, hinter der 1-2 gezahnte, mit Giftdrüsen versehene Stacheln sitzen. Diese Giftstachel können schmerzhafte Wunden verursachen.

Nagelrochen

Der Nagelrochen gehört zu der häufigsten Rochenart der Nordsee. Auffällig sind ihre grossen Nageldornen auf der Ober- und Unterseite der Flügel. Die Weibchen werden hier wesentlich grösser als die Männchen. Die Nagelrochen leben auf sandigen weichen Böden in bis zu 200m Tiefe. Bei einer Länge von 60-75 cm werden die Tiere geschlechtsreif.

Lokales Schutzprojekt - Gelbbauchunken

Lebensräume

Gelbbauchunken leben bevorzugt in Gebieten, in denen Wälder oder verbuschte Flächen mit Offenlandschaften wechseln. Sie benötigen besonnte, vegetationsarme Flachgewässern zur Fortpflanzung. Heutzutage findet man Gelbbauchunken meist nur noch in Lebensräumen, in welchen menschliche Tätigkeit regelmässig neue Tümpel entstehen lässt. Dies sind zum Beispiel Bodenabbaugebiete wie Steinbrüche, Kies-, Sand- und Tongruben sowie militärische Übungsplätze.

 

Verbreitung

Die nördliche Grenze des Lebensraumes der Gelbbauchunke verläuft quer durch Deutschland. Deutschland beherbergt knapp 15 % des Gesamtareals der Gelbbauchunke. Daher hat Deutschland eine besondere Verantwortung zum Erhalt dieser Art. Hauptsächlich wohnt die Gelbbauchunken allerdings in Mittelgebirgsregionen und im Hügelland, daher wird die Gelbbauchunke auch häufig als „Bergunke“ bezeichnet.

 

Gefährdung

Der dramatische Rückgang der Gelbbauchunke, insbesondere seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist in erster Linie auf die Beeinträchtigung bzw. den Verlust ihrer Lebensräume zurückzuführen. Darüber hinaus leben die einzelnen Gelbbauunkengruppen zu weit aus einander, als dass sie sich begegnen können. Zudem wird die Gelbbauchunke auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten Deutschlands als „stark gefährdet“ und in den Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Die Hauptgefährdungsursachen sind unter anderem:

· Begradigung von Bach- und Flussläufen
· Befestigung von Feld- und Waldwegen
· Intensivierung von Forst- und Landwirtschaft

 

Schutz

Als Bewohner von dynamischen – sich stetig verändernden – Lebensräumen benötigt die Gelbbauchunke ein gezieltes Biotopmanagement in ihren Vorkommen, welches im Wesentlichen ihren Lebensräume imitiert. Wichtig ist dabei, dass ein Lebensraum mit geeigneten Fortpflanzungsgewässern entsteht und ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen, wie z.B. Waldbereiche, Versteckplätze und Winterquartiere, vorhanden ist.