Regionale Projekte SEA LIFE München

Junge Umweltschützer

Das SEA LIFE München setzt sich neben einigen weiteren SEA LIFEs dafür ein, Kinder für die Meere zu begeistern. Dazu wurde das Projekt „Junge Umweltschützer“ ins Leben gerufen. Die Kinder sind bei spannenden Events dabei, schauen hinter die Kulissen oder helfen den Aquaristen vom SEA LIFE München beim Schutz der Meere.

 

Wer zwischen acht und zwölf Jahren alt ist und auch mitmachen möchte, kann sich unter marketing.muenchen@sealife.de  für noch mehr Infos melden.

 

Schildkrötensuche am Weltschildkrötentag

Mittwoch, 23. Mai 2018: Anlässlich des Weltschildkrötentags gingen wir mit der Auffangstation für Reptilien, München e.V. im Münchner Westpark auf Schildkrötensuche.

Viele dieser meist asugesetzten oder ausgebüchsten Tiere leiden und sterben bereits im ersten Winter. Doch die Überlebenden vermehren sich und zerstören damit die heimische Flora und Fauna. Niemand weiß, wie viele dieser Tiere inzwischen bei uns leben.

Die erste Schildkröte war leicht zu finden. Auf einem Stein sonnte sie sich genüsslich. Dr. Markus Baur und sein Team lockten sie mit etwas Futter heran. Eine Hieroglyphen-Schmuckschildkröte, die etwas hager aussah. Das zweite Jungtier, eine Rotwangen-Schmuckschildkröte ist auch soweit gesund, aber nicht in bestem Ernährungszustand. Nun bekommen sie ein neues Zuhause in der Auffangstation.

Jeder kann die gepanzerten Tiere unterstützen, indem er beim Spazieren gehen gesichtete Schildkröten meldet.

Mehr Infos zur Mission Turtle Spotter gibt es hier: https://www.reptilienauffangstation.de/ueber-uns/unsere-kampagnen/mission-turtle-spotter/

 

 

 

Die gerettete Hieroglyphen-Schmuckschildkröte

1, 2 oder 3, wo leg ich nur mein Ei?

Dienstag, 13. Februar 2018: Das Nachzuchtprojekt für Elritzen geht in eine neue Runde. Vor knapp einem Jahr haben die Aquaristen im SEA LIFE München Elritzen in einem Zufluss des Starnberger Sees gefangen.

Ziel war es, sie so lange groß zu ziehen bis sie geschlechtsreif sind. Jetzt ist es endlich so weit. Einige der adulten Tiere wurden nun in die Quarantäne in ein Nachzuchtbecken umgesetzt.

Um herauszufinden, welcher Boden von den Elritzen zur Eiablage bevorzugt wird, wird hier ein kleines Experiment gestartet. Drei Schalen mit verschiedenem Inhalt.

Große Steine, kleine Steine und feinerer Kiesel – wo legen die Elritzen wohl ihre Eier ab? Sobald die Aquaristen das wissen, können sie mit der Nachzucht der Tiere starten.

Sonst brauchen die Elritzen nicht viel zur Fortpflanzung: sehr klares Wasser und eine starke Strömung.

 

Im Aquarium kein Problem, in der Natur schon eher. Die Elritze ist vom Aussterben bedroht.

Aus diesem Grund züchtet das SEA LIFE München die Tiere nach und setzt sie als Erwachsene wieder in den Zuflüssen des Starnberger Sees aus.

So kann vielleicht irgendwann wieder eine natürliche Population im Starnberger See geschaffen werden.

 

Partner dieses Projektes ist das Institut für Landesfischerei.

 

Auf in's Abenteuer Schildkröte

Zu den Osterferien eröffnet die neue Themenwelt „Abenteuer Schildkröte“ im SEA LIFE München. Die „Jungen Umweltschützer“ besuchten die Reptilienauffangstation München und lernten schon vorab die baldigen Bewohner der neuen Themenwelt kennen.

Bei der ersten gemeinsamen Aktion mit der Auffangstation für Reptilien, München e.V. lernten die Kinder schon einmal die neuen Bewohner kennen: Schnappi, die Großkopf-Schlammschildkröte, und die Siebenrock-Schlangenhalsschildkröte faszinierte besonders die Jungs mit ihrem langen Hals und reckte interessiert den Kopf. Amelie durfte die Rotwangenbabies am kleinen Panzer streicheln. Das spüren Schildkröten nämlich trotz dickem Panzer.

Ihre Eindrücke vom Besuch haben sie für uns aufgeschrieben:

"Ich war mit dem netten Sealife-Team in der Reptilienauffangstation in München. Es gab Eidechsen, Schlangen, Spinnen, Bartagamen und ganz viele tolle andere Tiere. Mir hat es ganz viel Spaß gemacht und man konnte Tiere anfassen. Z.B. durften wir eine Schlange in der Hand halten und eine Vogelspinne. Ich durfte ein Schildkrötenei genau betrachten. Spannend war auch das Krokodil in seinem extra eingerichteten Zimmer. Und die Eidechsen fand ich auch sehr interessant. Vielen Dank für den schönen Tag. Eure Amelie" 

"Die jungen Umweltschützer trafen sich am Mittwoch Nachmittag, den 21.2.2018 vor dem Gebäude der Reptilienauffangstation. Dort empfing uns der Chef der Reptilienauffangstation und ging mit uns in den Keller, wo die Tiere untergebracht sind. Puh, da war es ganz schön heiss - ich vermute, weil die meisten Tiere wechselwarm sind…

Zuerst gingen wir in die Quarantäne, wo die kranken Tiere sind. Dort war z.B. eine neugierige Bartagame mit nur 3 Beinen und wir haben auch eine Python gesehen, die gerade ihre Ratte gefressen hat. Das war ganz schön interessant!

Weiter ging’s zur einer alten einzelnen Bartagame, die wir streicheln durften. Es sah so aus, als ob sie recht stachelig wäre, aber die Stacheln fühlten sich an wie aus Gummi. Es folgten Geckos, Insekten und weitere „Kleinigkeiten“ bis das nächste Highlight kam: der Krokodilraum. Dort liefen die Krokodile frei herum, während wir selber in einer Art Käfig standen - das war ziemlich cool :) Eins hat sogar nach uns geschnappt! Danach wurde der Raum mit den Giftschlangen aufgesperrt. Da war z.B. eine Schlange, die ihren Besitzer gebissen hat. Weil sie illegal gehalten wurde, musste der Junge die Behandlungskosten im Krankenhaus selber zahlen und die Schlange wurde ihm weggenommen. 

So ähnlich war es mit den meisten Tieren in der Reptilienauffangstation - sie wurden illegal oder falsch gehalten und oft auch von den Besitzern ausgesetzt. Jetzt geht es ihnen bestimmt besser. Der Ausflug war wirklich toll und sehr interessant und wir haben viel gelernt - vor allem, dass man keine Tiere aus dem Urlaub mitbringt :)

Danke, dass wir dabei sein durften!

Liebe Grüße,

Luis und Lea (und Bettina :))"

Wir heissen die Jungen Umweltschützer willkommen

Am Donnerstag Nachmittag wurden die Jungen Umweltschützer 2017 zum ersten Mal ins SEA LIFE München eingeladen. Amelie, Marie, Samuel, Luis und Loris durften beobachten, wie unser Oktopus durch ein winzig kleines Loch schlüpfte. Oktopoden haben acht Arme, drei Herzen, blaues Blut und spannende Fähigkeiten. Sie gehören zu den intelligentesten Tieren in der Unterwasserwelt. Die Meister der Tarnung öffnen Gefässe oder sie machen sich winzig klein, um an ihr Essen zu gelangen.
Genau diese tolle Eigenschaft bewies der Oktopus im SEA LIFE München auch an diesem Nachmittag. Kaum hatte Aquaristin Wibke die Plexiglas-Scheibe mit dem ausgeschnittenen Loch ins Becken gestellt, machte sich der Oktopus auch schon daran, hindurch zu schlüpfen.

Im Anschluss durfte die 5-köpfige Gruppe unsere Sumpfschildkröten aus dem Winterschlaf wecken. Die Kleinen wurden aus dem Kühlschrank der Quarantäne des Grossaquariums geholt, in dem sie den Winter verbracht haben und zurück in ihr gemütliches Becken im Isar-Bereich gebracht. In diesem Bereich simuliert die Beckenbeleuchtung und die Wassertemperatur das natürliche Vorbild. Besonders gerne lassen sich die Emys das Licht auf den kleinen Panzer scheinen.

 

Das und vieles Weitere lernten die Jungen Umweltschützer von unserem Aquaristen Aaron über diese immer seltener werdenden Tiere.

Samuel

10 Jahre

"Meine Hobbys sind Aquaristik (ich habe schon 3 Aquarien mit insgesamt ca. 100 Fischen), Fahrrad fahren, Judo und Schwimmen. Ich bin bei den Jungen Umweltschützern, weil ich es toll finde beim SEA LIFE hinter die Kulissen zu gucken und weil ich generell gerne in der Natur bin. Ich finde am besten bei den Jungen Umweltschützern, dass wir so viel unternehmen und spannende Sachen machen: zum Beispiel das selbstgebaute Korallenriff oder als wir den Oktopus aus dem Quarantänebecken umgesiedelt haben und andere Fische in ein Aquarium eingesetzt haben..."

Amelie

6 Jahre

"Mein Name ist Amelie, ich bin 6 Jahre alt und am liebsten beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit Tieren, vor allem mit Fischen! Bei den Jungen Umweltschützern bin ich, weil ich hier sehr viel Neues lernen kann. Ich habe auch sehr viel Spaß dabei, wenn ich selbst immer ein bisschen mithelfen darf. Ich finde es sehr schön, dass alle so freundlich sind und sich so viel Zeit für uns nehmen und sich bemühen uns etwas Neues zu zeigen."