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Kein Plastik Mee(h)r

Wir brauchen deine Hilfe

Schon gewusst? Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch Schätzungen zufolge gelangen pro Jahr circa acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere und man nimmt an, dass 2050 mehr Müll als Fische in den Ozeanen schwimmen könnte.

Plastikmüll ist ein stetig wachsendes Problem und kostet jedes Jahr zehntausenden Tieren das Leben. Denn bis zur völligen Zersetzung von Plastik können mehrere hundert bis tausend Jahre vergehen. Nicht zuletzt können auch kleine Plastikartikel, sogenanntes Mikroplastik, über Fische auch in die menschliche Nahrung gelangen.

Im SEA LIFE Oberhausen dreht sich vom alles um das Thema Umwelt. Bei den Themenwochen „Kein Plastik mee(h)r“ kannst du mit der Hilfe von neun interaktiven Umweltstationen lernen, wie der Müll in die Meere kommt oder wie lange eine Plastikflasche braucht, um im Meer abgebaut zu werden. Bei den Umweltthemenwochen kannst du dich außerdem in einen echten Umweltexperten verwandeln und erfahren, was du auch zu Hause für den Erhalt und Schutz der Umwelt tun kann.

So trennst du den Müll richtig

 

1. Gehört Backpapier in den Restmüll oder ins Altpapier?

 Restmüll

Backpapier gehört in den Restmüll, da es oft speziell mit nicht wasserlöslichem Material beschichtet ist, daher ist es ungeeignet für das Papierrecycling.

2. Es ist egal in welchen Glascontainer man das Altglas hineinwirft, da sowieso alles im gleichen Behälter landet!?

Falsch!

Glasflaschen sollten nach Farben getrennt werden. Wenn eine grüne Flasche in den Container für Weißglas gerät, verfärbt sich das Glas, während es für eine Wiederverwertung eingeschmolzen wird. Ein Recycling ist dann unmöglich, weil kein klares Weißglas mehr entstehen kann; daher ist die Farbe bei der Entsorgung sehr wohl entscheidend. Blaues Glas gehört übrigens in das Grünglas.

3. Macht es Sinn, den Deckel vom Joghurtbecher zu trennen?

 Ja

Es ist sehr sinnvoll Joghurtbecher, Margarinebehälter oder ähnliche Behältnisse vom Deckel zu trennen, da die Deckel aus Aluminium und damit aus einem anderen Wertstoff bestehen. Wenn die beiden Materialien nicht strikt getrennt werden, kann der Scanner einer Müllanlage sie nicht klar identifizieren. Dann würde der Joghurtbecher entweder aussortiert und nicht recycelt werden – oder das Aluminium würde mit den Kunststoffen zusammengeworfen. Ökologisch sei es daher sinnvoll Becher und Deckel zu trennen. Aus diesem Grund sollten die Behältnisse nicht gestapelt werden. Um die Trennung in den Sortieranlagen so einfach wie möglich zu machen, sollte man bspw. eine leere Chipstüte nicht mit anderem Müll füllen; dies erschwert die Sortierung.

4. Es ist besser den Joghurtbecher und andere ähnliche Behälter vorher auszuwaschen.

 Falsch!

Das Auswaschen der Behälter ist nicht notwendig, da sie bei der Verarbeitung ohnehin heiß abgewaschen werden. Das Auslöffeln genügt völlig.

5. Wo würdest du leere Kaffeekapseln entsorgen?

 Gelbe Tonne

Kaffeekapseln gehören in die gelbe Tonne, wenn sie aus Aluminium oder Plastik sind. Erst recht, wenn auf der Verpackung der grüne Punkt abgebildet ist. In diesem Fall beteiligt sich der Hersteller am sog. Dualen System und hat für das Sammeln, Sortieren und Wiederverwerten im gelben Sack bezahlt. Jedoch werden alle Kaffeekapseln, egal von welchem Hersteller sie stammen, recycelt, auch trotz des verbleibenden Kaffeesatzes in der Kapsel. Da die Gewinnung von Aluminium sehr energieintensiv ist, ist es im Sinne der Umweltfreundlichkeit wichtig, dieses Material wiederzuverwerten.

6. In welche Tonne gehört die Glühbirne? 

 Restmüll

Glühbirnen gehören ebenfalls in den Restmüll. Sie können nicht zusammen mit Altglas recycelt werden, da das Material einen anderen Schmelzpunkt als Glas hat.

7. Nur Verpackungen mit einem grünen Punkt dürfen in den gelben Sack

 Falsch!

Am besten merkt man sich, dass nur das Material der Verpackung entscheidet, welche Tonne richtig ist. Gelber Sack und gelbe Tonne gehen auf die Verpackungsordnung aus dem Jahr 1991 zurück, die die Wirtschaft erstmals verpflichtete, gebrauchte Verpackungen zurückzunehmen und möglichst wiederzuverwerten. Die Hersteller und Vertreiber müssen sich demnach an der Entsorgung ihrer an den privaten Endverbraucher gerichteten Verpackungen beteiligen. Dieser private Zweig der Abfallentsorgung trägt auch den Namen Duales System; umgangssprachlich Grüner Punkt genannt. Hier sei jedoch angemerkt: Seit 2009 muss dieses Symbol, das nur ein Markenzeichen eines der am Markt agierenden dualen Systeme darstellt, gar nicht mehr auf allen Verpackungen abgebildet werden, deren Entsorgung über die gelbe Tonne, die Papiertonne und die Glastonne bereits bezahlt ist.

8. Wo entsorgst du Deckel und Korken von Flaschen und Gläsern am besten? 

 Wertstofftonne/ Gelbe Tonne

Deckel und Korken dürfen im Altglas entsorgt werden, moderne Sortieranlagen können diese herausfiltern. Besser wäre jedoch, die Deckel und Korken separat im gelben Sack oder der Wertstofftonne zu entsorgen.

9. Nudelkartons oder Briefumschläge mit Fenster dürfen wegen des Plastiks auf keinen Fall in das Altpapier! 

 Falsch!

Nudelpackungen, Briefumschläge, Luftpolsterumschläge, also solche Produkte, bei denen ein Materialmix verarbeitet wurde, dürfen im Altpapier entsorgt werden. Um den Recyclingprozess zu vereinfachen, ist es hilfreich, diese sogenannten mehrteiligen Verkaufsverpackungen vor der Entsorgung zu trennen.

 

Hier sind noch ein paar andere Dinge, bei denen man sich fragen könnte, wie sie denn richtig entsorgt werden:

Kaffeefilter: Dieser gehört in den Biomüll, wenn er ungebleicht ist. Filter aus gebleichtem Material gehören in den Restmüll.

Hustensaft gehört in den Restmüll oder kann in der Apotheke abgegeben. Bitte niemals über die Toilette entsorgen.

Energiesparlampen gehören in den Sondermüll. Sie gehören als Gasentladungslampen zu den Elektrogeräten und müssen gesondert entsorgt werden.

Papiertaschentücher, Tampons und andere Hygieneartikel gehören ausschließlich in den Restmüll.

Käserinde gehört in den Biomüll. Wenn die Rinde allerdings gewachst wurde, dann kommt sie zum Restmüll.

Alte Fotos gehören in den Restmüll, nicht ins Altpapier: Alte Fotos gehören ebenfalls in den Restmüll, da es sich um Spezialpapier handelt, welches nicht über das Altpapier recycelt werden kann.

Mikroplastik und bionischer Filter

Leandra Hamann, Mitarbeiterin der Fraunhofer UMSICHT, entwickelte eine der Umweltstationen für die Themenwochen „Kein Plastik Mee(h)r“ im SEA LIFE Oberhausen. Dafür entwarf sie ein spezielles Filtermodul für Waschmaschinen. Ihre Arbeit soll die Emissionen von Mikroplastik und synthetischen Mikrofasern in die Umwelt reduzieren. Als Vorbild für den bionischen Ansatz, dient vor allem die Schleimfiltration der Seescheide, die Querstromfiltration in Sardellen und die Tiefenfiltration im Flamingoschnabel.

Zum Mikroplastik zählen kleine Kunststoffpartikel und –fasern, die durch menschliches Handeln in die Umwelt gelangen. Mikroplastik entsteht durch Abrieb, Verwitterung und Fragmentierung von Kunststoffen oder wird direkt als solches hergestellt. Zu den größten Quellen zählen Autoreifenabrieb, Fasern aus synthetischen Textilien, Pelletverluste und die Verwitterung von Farben und Lacken. Insgesamt werden die Mikroplastikemissionen auf etwa 4 Kilogramm pro Kopf und Jahr für Deutschland geschätzt. Für Makroplastik, also größere Kunststoffobjekte, werden sie auf etwa 1,4 Kilogramm pro Kopf und Jahr geschätzt.

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