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Blaufelchen

Die Blaufelchen – ein Schatz des Bodensees

Die Blaufelchen gehören seit Jahrhunderten zum Bodensee. Doch ihr Bestand ist stark zurückgegangen: Weniger Nahrung durch die verbesserte Wasserqualität und der Druck invasiver Arten wie Quaggamuscheln, Stichlinge und Kormorane setzen ihnen zu.

Damit diese besondere Fischart nicht ausstirbt wie der Bodensee-Knilch, engagiert sich die Fischbrutanstalt auf der Insel Reichenau mit großer Leidenschaft für ihren Erhalt.

Was macht das SEA LIFE Konstanz?
Wir wollen nicht nur informieren, sondern aktiv zum Schutz der Tiere und Gewässer beitragen – durch Bildungsprogramme, die „Jungen Umweltschützer“, sowie unseren jährlichen Beach-Clean-Up und der Fischbrutanstalt Reichenau.

Vor Ort unterstützen wir die Fischbrutanstalt, sodass die empfindlichen Jungtiere rund um die Uhr betreut werden können. So garantieren wir ihnen den bestmöglichen Start ins Leben.

Mehr als „nur Wasser und Fische“
Die Haltung und Zucht von Fischen erfordert Fachwissen, Hingabe und Erfahrung. Genau diese Expertise bringen wir ein – mit Leidenschaft und Respekt für jedes Lebewesen.

Fischbrutanstalt Insel Reichenau

Felchenaufzucht auf der Insel Reichenau Part 1

Die Fischbrutanstalt auf der Insel Reichenau gibt es seit 1927. Jedes Jahr werden hier Felchen erbrütet und für den Besatz im Untersee vorbereitet. Das bedeutet: Die Felcheneier können sich unter geschützten Bedingungen optimal entwickeln, und die Larven werden so lange gepflegt, bis sie groß genug sind, um im Bodensee gute Überlebenschancen zu haben.

Warum ist das notwendig?
Der Felchenbestand im Bodensee sinkt seit rund 20 Jahren. Grund ist unter anderem der Klimawandel: Steigende Wassertemperaturen beschleunigen die Entwicklung der Felcheneier. Die Larven schlüpfen, bevor genügend Nahrung vorhanden ist – der natürliche Kreislauf gerät aus dem Gleichgewicht.

So funktioniert die Aufzucht
Im Dezember bringen Fischer die frisch abgestreiften Eier zur Brutanstalt auf die Insel Reichenau. Dort werden sie gereinigt, sortiert und in Brutgläser umgefüllt. Ein Glas fasst etwa 250.000 Eier. Ein ständiger Wasserzufluss hält die Eier in Bewegung, damit sie nicht verkleben.
Täglich werden Schmutz und unbefruchtete Eier abgesaugt, um Schimmel zu verhindern. Die Eier sind sehr empfindlich und werden mit größter Sorgfalt behandelt. Bis Februar bleiben sie in den Brutgläsern, bevor die Jungfische schlüpfen und später in den Bodensee zurückkehren.

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