Schiffswrack
Zwischen alten Balken und versunkenen Planken hat sich ein ganz besonderer Lebensraum gebildet. Hier triffst du auf faszinierende Meeresbewohner wie Muränen, Drachenköpfe und Langusten – perfekt angepasst an dunkle Verstecke und verborgene Winkel. Entdecke, welche Geheimnisse dieses Wrack unter der Wasseroberfläche verbirgt!
Meerjunker
Coris julis
Schon gewusst?
- Bei den Meerjunkern gibt es Weibchen, primäre Männchen (von Geburt an) und sekundäre Männchen (entwickeln sich aus Weibchen). Letztere heben ein besonders prächtiges Muster, während Weibchen und primäre Männchen eher gedeckte Farben haben.
- Die Umwandlung von Weibchen in sekundäre Männchen dauert einige Wochen und wird durch den Mangel vom Männchen ausgelöst.
- In der Regel paaren sich Weibchen mit sekundären Männchen. Nur selten bekommt euch ein primäres Männchen die Chance zur Befruchtung der Eier.
- Je nach Population (unterschiedliche Verbreitungsgebiete) gibt es Unterschiede im Körperbau der Meerjunker.
- Zum Schlafen graben sich Meerjunker bis zu 5cm tief in den Boden ein.
Mönchsfisch
Chromis chromis
Schon gewusst?
- Vor dem Bau des Suezkanals war der Mönchsfisch die einzige Riffbarschart im Mittelmeer.
- Mönchsfische können bis zu 9 Jahre alt werde.
- Bei Tag hat der Mönchsfisch eine andere Färbung als bei Nacht. Dies ist besonders bei den Exemplaren zu erkennen, die im Freiwasser schlafen. Tiere, die versteckt am Riff schlafen, ändern ihre Färbung selten. Im Winter haben allerdings die meisten Mönchsfische ihre Nachtfärbung, um bei schlechten Lichtverhältnissen gut getarnt zu sein.
- Mönchsfische leben am liebsten in lockeren Schwärmen, wobei die Größe einer Population von den zur Verfügung stehenden Versteckmöglichkeiten abhängt.
- Weibchen und Männchen sehen genau gleich aus. Das nennt sich „monomorphe Getrenntgeschlechtlichkeit“.
- Während der Laichzeit errichten Männchen kurzzeitige Territorien, in denen sie Weibchen anlocken, die ihre Eier ablegen; anschließend bewachen sie das Gelege bis zum Schlupf. Neben Territorialmännchen nutzen kleine Männchen ohne Territorien als „Flitzer“ und „Pseudoweibchen“ trickreiche Strategien, um Eier zu befruchten.
- Bei den Mönchsfischen kümmern sich die Männchen vollständig um die Brut; sie befächeln sie mit frischem Wasser, reinigen sie und verteidigen sie gegen Fressfeinde. Dabei schlafen und fressen sie kaum.
Gewöhnliche Languste
Palinurus elephas
Schon gewusst?
- Gewöhnliche Langusten können bis zu 50 cm groß werden, im Durchschnitt sind sie aber 25-30 cm groß. Die Antennen sind meist länger als der Körper, der 2-4 kg wiegen kann.
- Die Eier der Langusten haben eine rötliche Farbe.
- Gewöhnliche Langusten sind nachtaktiv. Dann gehen sie auf Futtersuche nach Würmern, kleinen Krebsen oder Aas.
- Langusten kommen am Ufer vor, können aber auch in Tiefen von bis zu 200 m gefunden werden. Dabei bevorzugen sie eine Umgebung mit vielen Löchern und Höhlen, um sich tagsüber zu verstecken.
- Im Gegensatz zu ihrem Verwandten, den Hummern, haben Langusten keine Scheren.
Roter Drachenkopf
Scorpaena scrofa
Schon gewusst?
- Der Rote Drachenkopf wird auch als Meersau bezeichnet.
- Die maximale Körpergröße dieses Fisches kann bis zu 50 cm betragen mit einem Gewicht von bis zu 3 kg.
- Als Lauerjäger am Boden braucht der Drachenkopf keine Schwimmblase.
- Drachenköpfe häuten sich in regelmäßigen Abständen.
- Seine rote Farbe zeigt, dass mit dem Drachenkopf nicht zu spaßen ist: das Gift seiner Giftstachel kann auch für Menschen tödlich sein und verursacht im besten Fall monatelang anhaltende heftige Schmerzen.
- Trotz allem ist der Rote Drachenkopf ein beliebter und schmackhafter Speisefisch.
Muränen
Muraene helena & Muraena augusti
Schon gewusst?
- Es gibt über 200 verschiedenen Arten von Muränen. Die größte Art ist die Riesenmuräne mit einer Größe von bis zu 4 m. Die kleineste Art ist Snyder-Muräne mit ca. 12 cm Länge.
- Im SEA LIFE Konstanz sind die Mittelmeer-Muräne und die Fürst-August-Muräne zu finden.
- Muränen haben weder Brust- noch Bauchflossen und auch keine Schuppen. Stattdessen sind sie mit einer schützenden Schleimschicht überzogen, welche bei einigen Muränen giftig ist. Giftig ist übrigens auch das Blut von Muränen und teilweise die Mundschleimhaut, weswegen ein Muränenbiss sehr schmerzhaft sein kann.
- Muränen haben zwei Gebisse. Das zweite, im Schlund liegende Gebiss ist dafür da, Futter in Richtung Magen zu ziehen.
- Da Muränen keine Kiemendeckel haben, müssen sie Wasser durch regelmäßiges Öffnen und Schließen des Mauls durch die Kiemen pumpen.
- Während die Augen von Muränen nicht sehr gut sind, können sie sich vollständig auf ihren Geruchssinn verlassen und nutzen diesen bei der Jagd.
- Muränen sind standorttreu und teilen ihre Höhlen häufig mit Putzerfischen und -garnelen.
Mittelmeer-Fahnenbarsch
Anthias anthias
Schon gewusst?
- Mittelmeerfahnenbarsche halten sich am liebsten in kleinen Schwärmen auf und sind lichtscheu.
- Die Tiere sind proterogyne Hermaphroditen. Das heißt, dass sie als Weibchen geboren werden und sich teilweise später in Männchen verwandeln. Dann leben sie in Haremsverbänden mit einem Männchen und mehrere Weibchen.
- Männliche Mittelmeer-Fahnenbarsche sind daran zu erkennen, dass die Bauchflosse langgezogen ist und der 3. Strahl der Rückenflosse verlängert ist.
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