- SEA LIFE Konstanz, Schiffswrack
Maulbrüter
Es gibt zwei Arten von Maulbrütern ovophile Fische (lat. ovum „Ei“) nehmen ihre befruchteten Eier schützend ins Maul, während larvophile Fische (lat. larva „Larve“) erst die geschlüpften Jungtiere in ihrem Maul unterbringen.
Diese Art der Brutpflege hat den Vorteil, dass ein spontaner Ortswechsel, zum Beispiel wenn das Elterntier vor einem Angreifer flüchten muss, problemlosmit dem gesamten Gelege möglich ist. Andere Fische müssten im Notfall ihre Eier zurücklassen oder darauf hoffen, dass der bereits geschlüpfte Nachwuchs selbstständig entkommen kann.
Ein Nachteil ist das kleinere Gelege aufgrund von Platzmangel im Maul der Eltern. Andere Fische können mehrere Millionen Eier legen. Außerdem kann es passieren, dass das Elterntier 1-3 Wochen lang keine Nahrung aufnehmen kann, um die Eier nicht zu gefährden. So lange dauert es in der Regel, bis die Eier schlüpfen.
Bei Salzwasserfischen ist das Maulbrüten deutlich weniger verbreitet als bei Süßwasserfischen. Außerdem umsorgen Salzwasserfische fast ausschließlich ihre Eier und kümmern sich danach nicht mehr um die ausgeschlüpften Jungfische. Eine Ausnahme sind die Banggai-Kardinalbarsche.
Fotos: Besten Dank an den Fotografen Martin Nobs für die Fotografien des Meerbarbenkönigs
Kannst du diesen Maulbrüter bei uns im Aquarium finden?
Banggai-Karinalbarsch